Für Angehörige
Gefäßverschluss: Familie muss im Bilde sein
Familie und Freunde sollten Patienten mit arterieller Verschlusskrankheit der Arme oder Beine unterstützen, wenn es um gesunde Ernährung, Bewegungstraining und Raucherentwöhnung geht: So können sie etwa darauf verzichten, in seiner Gegenwart zu rauchen. Außerdem hilft es, wenn sie sich mit den Symptomen der Folgekrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall auskennen.
Denn tatsächlich sind im fortgeschrittenen Stadium von der Gefäßenge auch zu 90 Prozent die Herzkranzarterien und zu 70 Prozent die Halsschlagadern betroffen. Das bedeutet: Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) - umgangssprachlich auch "Raucherbein" genannt - besteht ein stark erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dies unterstreicht noch einmal, wie wichtig es ist, die Risikofaktoren in den Griff zu bekommen. Denn es gilt nicht nur, ein Fortschreiten der pAVK zu verhindern, sondern auch, das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu senken.
Bei Schlaganfall und Herzinfarkt ist jede Minute kostbar. Wenn sich Symptome zeigen: nicht zögern, sondern sofort den Notarzt rufen! Herzinfarkt und Schlaganfall können tödlich sein. Es bestehen aber heute gute Chancen, diese Erkrankungen zu überleben und die Folgen zu verringern. Entscheidend ist, sofort ärztliche Hilfe zu rufen, denn die Akutbehandlung ist um so wirksamer, je schneller sie einsetzt. Jede Minute zählt! Deshalb sollte der Patient und seine Angehörigen mit den Symptomen des Herzinfarkts und des Schlaganfalls unbedingt vertraut sein. In Erste-Hilfe-Kursen - etwa des Roten Kreuzes, der Caritas oder der Diakonie - können sie zudem lernen, was im Notfall zu unternehmen ist.



