Bewegung
Sport: Bei Arteriosklerose fast ein Muss
Sport ist für Gefäßkranke Medizin mit Mehrfach-Wirkung. Denn gut dosierte Bewegung regt die Neubildung von Blutgefäßen an und verbessert Herzarbeit sowie Sauerstoffausnutzung. Auch Blutfett- und Zuckerspiegel liegen bei regelmäßiger Belastung günstiger. Wer regelmäßig läuft, schwimmt oder Fahrrad fährt, kann zudem leichter Stress und Fettpolster abbauen.
Doch gerade für Gefäßkranke lautet die Devise: Regelmäßig, aber mäßig. Dreimal in der Woche mindestens 20, besser 30 Minuten sind besser als einmal in der Woche zwei Stunden. Ein täglicher Spaziergang von einer Stunde - vor dem Essen oder drei bis vier Stunden später - ergänzt das Programm.
Die Belastungsgrenze legt am besten der Arzt fest, denn sie darf nicht zu hoch liegen: Bei mäßiger Belastung wird vor allem Fett verbrannt. Bei zu großer Anstrengung dagegen steigt der Sauerstoffbedarf. Das führt bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit leicht zu Schäden am Herzen. Denn ihre Kranzgefäße sind zu eng, um den erhöhten Sauerstoffbedarf zu decken - es kommt also schnell zu einer Mangelversorgung dieses empfindlichen Organs.
Ausdauersport wie Laufen, Walking, Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf sind für Patienten mit Arteriosklerose besser als Kraftsport und Sportarten mit überwiegender Haltearbeit. Solange er ohne Ehrgeiz betrieben wird, ist auch Mannschaftssport zu empfehlen.
Ungünstig sind:
- Tennis, da ruckartige Belastungen gelegentlich Rhythmusstörungen auslösen
- Rudern
- Mountainbike-Fahren
- Krafttraining, denn Spitzenbelastungen steigern den Blutdruck und vermindern durch Pressatmung den Blutrückfluss zum Herzen
Patienten, die fürchten, sich zu sehr zu belasten, können ihren Arzt nach einer Telemetrie fragen. Bei dieser Untersuchungsmethode handelt es sich um eine ständige EKG-Ableitung während des Sports mit Funkübertragung. Dies ermöglicht dem Arzt, die Herztätigkeit aus der Ferne zu kontrollieren.



