Herzgesundheit und Ernährung
Vitamine Die Homocystein-Killer
Die körpereigene Substanz Homocystein erhöht das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Eine konsequente Vitamintherapie kann die Gefahr senken. Das Risiko für Schlaganfall und Herzkreislauferkrankungen kann sich so um mehr als 20 Prozent verringern, betonen Experten.
Homocystein ist ein körpereigenes Stoffwechselprodukt, welches beim Abbau von Eiweiß entsteht. Die Substanz ist für die Körperzellen extrem giftig und muss deshalb schnell abgebaut oder in weniger schädliche Stoffe umgewandelt werden. Im Normalfall funktioniert dies auch problemlos. Die Vitamine B6, Folsäure und Vitamin B12 sorgen dafür, dass die gefährliche Substanz rasch in die Aminosäure Cystein umgewandelt und dann weiter verstoffwechselt wird.
Ein dauerhafter Mangel an Folsäure oder an den beiden anderen Vitaminen führt hingegen dazu, dass sich der Homocysteinwert im Blut immer weiter erhöht. Schäden an Herz- und Gefäßwänden können die Folge sein.
Wissenschaftler bestätigten, dass eine konsequente und hochdosierte Vitamintherapie einen guten Schutz vor Schlaganfall und Herzinfarkt bietet. Das Risiko für Schlaganfall und Herzkreislauferkrankungen kann sich sogar um mehr als 20 Prozent verringern.
Da die Folgen eines erhöhten Homocysteinspiegels weit aus schwerer wiegen als die zusätzliche Versorgung mit Vitaminpräparaten, raten Ärzte bei Menschen ab 50 Jahren zu einer regelmäßigen Kontrolle des Homocysteinspiegels im Blut, denn ab diesem Alter steigt das Homocystein für gewöhnlich an. Der Grenzwert von zehn Mikromol pro Liter sollte nicht überschritten werden. Dies ist gegenwärtig bei etwa fünf bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung der Fall.



