Gesunde Vitamine
B-Vitamine schützen vor einem Schlaganfall
Eine Ernährungsweise, die reich an den beiden Vitaminen B12 und Folat ist, schützt vor Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen im Gehirn, dies bekräftigen die Ergebnisse einer großen europäischen Studie.
Bekanntlich spielt auch die Ernährung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine wesentliche Rolle. Unter anderem werden positive und negative Effekte von einzelnen Nahrungsmittelbestandteilen auf die Gesundheit der Gefäße beschrieben, welche das Risiko für Schlaganfälle und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst. Ein positiver Effekt konnte für die beiden B-Vitamine B12 und Folat (Folsäure) festgestellt werden.
Wie Ernährungswissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke zuletzt im Rahmen einer großen europäischen Studie bestätigten, senkten hohe Spiegel der beiden B-Vitamine B12 und Folat im Blut das Risiko für das Auftreten von Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen im Gehirn, wohingegen niedrige Spiegel dieser Vitamine die Wahrscheinlichkeit des Auftretens für die lebensgefährlichen Ereignisse erhöhten.
Besonders der gleichzeitige Mangel der beiden B-Vitamine erwies sich als Risikofaktor für einen Schlaganfall und ähnliche Ereignisse. Zu deren Vorbeugung raten die Forscher daher, Lebensmittel wie Leber und Eier auf den Speiseplan zu setzen, die viel Vitamin B12 und Folat enthalten.
Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel
Die Erkenntnis, dass die beiden B-Vitamine Risikopatienten begleitend zur medikamentösen Therapie vor Herz-Kreislauf-Ereignissen wie Schlaganfällen schützen, ist allerdings nicht neu. Ebenso gibt es schon lange Hinweise darauf, dass eine längerfristige Einnahme von Folsäurepräparaten das Schlaganfallrisiko bei Herz-Kreislauf-Patienten senken kann.
Können die Vitamine zur Vorbeugung eingesetzt werden?
Nicht geklärt war jedoch bislang, ob diese Zusammenhänge auch für Menschen ohne eine Vorerkrankung des Herz-Kreislauf-Systems gültig sind. Dies konnten die Potsdamer Forscher anhand von Studienteilnehmern, die zu Studienbeginn noch nicht an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung litten, bestätigen. Unter den eingangs gesunden Teilnehmern hatten diejenigen mit niedrigen Werten von B12 und Folat ein mehr als doppelt so hohes Risiko, später einen Schlaganfall oder eine Durchblutungsstörung im Gehirn zu erleiden, als Probanden mit den höheren Vitamin-B-Werten.
Welche Nahrungsmittel enthalten B-Vitamine?
Natürlicherweise nimmt der Körper Vitamine über die Nahrung auf. Das Vitamin B12 ist in Lebensmitteln wie Leber, Fleisch, Fisch und Eiern enthalten. Folat kann mittels Blattgemüse, Salat, Vollkornprodukten, Nüssen, Tomaten, Eigelb oder Leber zugeführt werden.



