Lebensgewohnheiten umstellen
Das Leben läuft jetzt anders
Ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch eine Bypass-Operation ist ein Schnitt im Leben. Das heißt zwar nicht, dass nichts mehr ist wie vorher: Schließlich bleiben dem Patienten Familie, Freunde und sein zu Hause erhalten. Doch der Alltag verläuft jetzt anders - gemächlicher und gesünder. Denn nur so lässt sich ein erneuter Infarkt oder Schlaganfall vermeiden.
Stress, Zigaretten, fettes Essen und Alkoholgelage sollten jetzt also tabu sein. Stattdessen heißt es: viel Obst und Gemüse essen sowie mäßig aber regelmäßig Sport treiben. So tun Patienten mit einem Gefäßverschluss am Bein gut daran, sich ein tägliches Gehtraining zur Gewohnheit zu machen. Auch nach einem Schlaganfall empfiehlt es sich, die in der Reha gelernten Übungen zu Hause fortzusetzen. Bei Herzkranken steht außerdem Entspannung im Vordergrund: Sie haben viel gewonnen, wenn sie etwa lernen, im Beruf Aufgaben abzugeben.
Doch zugleich treibt viele Gefäßkranke die Frage um, ob und unter welchen Bedingungen sie wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Müssen sie vielleicht sogar mit einer Kündigung rechnen, weil sie jetzt langsamer oder nicht mehr volle 40 Stunden arbeiten?
Auch für die Familie ist die Situation gelegentlich schwierig
Auch für Angehörige ist die erste Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt nicht einfach. Wie sehr dürfen sie einen Patienten mit einem Schlaganfall umsorgen? Gibt es Situationen, in denen sie sich besser zurückhalten sollten? Und wie kann die Familie mit einem Herzkranken umgehen, der vor dem Infarkt immer erst spät abends nach Hause kam und sich nun unter seinen Lieben fremd fühlt? In jedem Fall - auch nach einer Bypass-Operation bei einem Gefäßverschluss am Bein - gilt: Je mehr die Familie über die Krankheit erfährt, desto besser kann sie dem Kranken in der Regel unterstützen.
Der Patient darf die Tabletten nicht vergessen
So ist es hilfreich, wenn die Angehörigen wissen, wie wichtig die regelmäßige Einnahme von Medikamenten ist. Dann können sie mit darauf achten, dass der Patient sich genau an die Vorgabe des Arztes hält. Nimmt ein Gefäßkranker seine Tabletten nämlich nur unregelmäßig, wirken die Präparate nicht optimal. Gelegentliches Aussetzen, zwei Dosen auf einmal - dies kann sogar gefährlich sein und sollte selbst in Ausnahmesituationen nicht vorkommen.



