Rauchen
Rauchstopp hält Arteriosklerose auf
Das Risiko, vor dem 50. Lebensjahr einen Herzinfarkt zu erleiden, erhöht sich durch Rauchen einer Packung Zigaretten pro Tag um das Drei- bis Fünffache. Denn Nikotin bewirkt eine Engstellung der Gefäße und erhöht somit den Blutdruck. Zudem verschlechtern die Tabaksinhaltsstoffe den Stoffwechsel: So haben Raucher etwa einen höheren LDL-Cholesterin-Spiegel.
Die Oxidation des LDL-Cholesterins schädigt die Gefäßwände. Diesem Prozess können Raucher nur entgegenwirken, indem sie viele Nahrungsprodukte zu sich nehmen, die reich an Antioxidanzien (Radikalenfängern) sind. Doch gelingt es nicht immer, den erhöhten Bedarf an Antioxidanzien zu decken.
Der Anteil an bestimmten Gerinnungsstoffen (Fibrinogen, Blutplättchen) ist bei Tabakkonsumenten ebenfalls erhöht, was zusätzlich zu Ablagerungen an den Gefäßwänden führt. Raucher sind somit viel eher von Herzinfarkt, Schlaganfall oder der arteriellen Verschlusskrankheit betroffen als Nichtraucher. Frauen, die rauchen, haben ein besonders hohes Arteriosklerose-Risiko, wenn sie gleichzeitig die Antibabypille einnehmen.
Stoppt ein Patient mit koronarer Herzerkrankheit das Rauchen, mindert sich sein Sterberisiko um 50 Prozent. Wer vor dem 35. Lebensjahr auf Zigaretten verzichtet, hat gar keine verminderte Lebenserwartung. Ein 50-Jähriger, der Abschied von der Zigarette nimmt, hat nach etwa zehn Jahren das statische Herzinfarkt-Risiko eines Nichtrauchers.


