Schlaganfall
Mit gesunder Lebensweise vorbeugen
Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, schützt sich nicht nur vor einem Herzinfarkt, sondern auch vor einem Schlaganfall. Dies haben Dr. Tobias Kurth und sein Team an der Harvard-Universität in Boston in einer Studie mit mehr als 37.000 Frauen ab 45 Jahre herausgefunden. Je gesünder die Frauen lebten, desto geringer war ihr Schlaganfallrisiko. Der Untersuchungszeitraum betrug zehn Jahre.
Die Wissenschaftler betrachteten dabei folgende Lebensstil-Faktoren: Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegung, Body-Mass-Indes (BMI) sowie Ernährung und verteilten Gesundheitspunkte". Für das jeweils gesundheitsbewussteste Verhalten in einer Kategorie gab es vier Punkte, eine völlig ungesunde Lebensweise brachte dagegen null Punkte ein.
Die Höchstpunktzahl konnte erreichen, wer nicht rauchte, nur etwa vier bis zehn alkoholische Getränke in der Woche zu sich nahm, sich wöchentlich vier Mal oder häufiger sportlich betätigte, einen Body-Mass-Index kleiner 22 hatte und sich gesund, also mit viel Ballaststoffen (Vollkornprodukte, Obst und Gemüse), wenig gesättigten Fettsäuren (z.B. tierische Fette) sowie ausreichend Folsäure-haltigen Speisen (z.B. Gemüse wie Spinat, Brokkoli, Spargel sowie Obst oder Fisch), ernährte.
Das Ergebnis war eindeutig. Etwa 5% der untersuchten Frauen (1.756 Studienteilnehmerinnen) ließen sich anhand der Lebensstilkomponenten in die höchste (gesündeste) Lebensstilkategorie einordnen, etwa genauso viele (1.615 Frauen) mussten der ungesündesten Lebensstilkategorie zugeordnet werden. Während in dem zehnjährigen Beobachtungszeitraum nur neun Frauen der obersten Bewertungsgruppe einen ischämischen Schlaganfall erlitten, waren es in der untersten Bewertungsgruppe 26 Frauen, also fast drei Mal so viel.
Damit konnte gezeigt werden, dass ein gesunder Lebensstil ohne Rauchen, mit nur moderatem Alkoholgenuss, ausreichender Bewegung und gesunder Ernährung das Schlaganfallrisiko deutlich senkt.



