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Neue Schlaganfall-Initiative "Act Now"

Schnellere und effektivere Hilfe für Betroffene gefordert

Die internationale Schlaganfall-Initiative "ACT NOW" will Behandlungsstrategien für Schlaganfall-Notfälle optimieren. Ziel ist es, Betroffenen möglichst schnell und effektiv zu helfen, damit schwere körperliche Schäden abgewendet werden können.

In Deutschland zählt der Schlaganfall zu den dritthäufigsten Todesursachen. Etwa 20% der direkt von einem Schlaganfall betroffenen Patienten sterben innerhalb von vier Wochen, über 37% innerhalb eines Jahres. Wird ein Schlaganfall festgestellt, so ist schnelles Handeln erforderlich. Denn abwartendes Verhalten von Seiten der Betroffenen und ihrer Angehörigen, Transportverzögerungen zu spezialisierten Kliniken mit Schlaganfalleinheit und Unklarheit über den Zeitpunkt des Symptombeginns gehören zu den Ursachen, die eine Behandlung unnötig verzögern und so zur Gefahr für den Patienten werden können.

Die internationale Schlaganfall-Initiative "ACT NOW" hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, Behandlungsstrategien zu optimieren. Sie fordert insbesondere eine früh einsetzende Behandlung, die zur Auflösung von Blutgerinnseln eingesetzt wird, um irreparable Hirnschäden zu minimieren, den Tod im Einzelfall zu verhindern sowie das Risiko einer eventuellen Pflegeabhängigkeit zu reduzieren.

Dabei wird auf die so genannte Lyse-Therapie gesetzt. Obwohl die Effektivität dieser Therapie in Deutschland weitgehend bekannt ist, wird sie nur bei etwa drei Prozent der Schlaganfall-Patienten angewandt. Von einer Zulassung der medikamentösen Lyse-Therapie verspricht sich die Initiative eine erhebliche Behandlungsverbesserung bei Schlaganfall sowie eine positive Beeinflussung der anschließenden Therapie. Allerdings muss dabei ein Zeitfenster von drei Stunden nach Einsetzen der Schlaganfall-Symptome eingehalten werden.

Neben den medikamentösen sind auch die organisatorischen Maßnahmen äußerst wichtig, um den Patienten eine optimale Versorgung zukommen zu lassen. "Die rasche Einlieferung in ein Krankenhaus durch den Rettungsdienst und die Versorgung des Patienten in einer spezialisierten Stroke Unit / Intensivstation ist bei akutem Schlaganfall entscheidend", wie Experten kürzlich auf dem European Stroke Unit Congress in Bologna/Italien betonten.


BSMO, 22.09.05

Pressemitteilung der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG


Autor: BSMO Redaktion
Stand: 23-09-2005




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