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Schlaganfall

Sofort den Notarzt rufen

Ein Schlaganfall ist als lebensbedrohlicher Notfall zu betrachten. Denn die Überlebenschancen steigen, wenn gleich behandelt wird. Hinzu kommt: Wird der Patient innerhalb der ersten vier bis sechs Stunden optimal therapiert, bestehen gute Aussichten, dass Lähmung und Sprachstörungen zurückgehen. Angehörige dürfen deshalb nicht warten, bis der Hausarzt kommt.

Am besten sie rufen sofort den Rettungsdienst. Denn der Patient muss ohnehin liegend in eine Akutklinik, möglichst in ein Krankenhaus mit einer Neurologischen Abteilung, gebracht werden. Ein Krankenhaus mit einer Schlaganfall-Abteilung, einer Stroke Unit, ist für viele Patienten das Beste. Denn hier werden sie neurologisch überwacht: Das heißt, die Ärzte kontrollieren auch, wie sich etwa eine Halbseiten-Lähmung entwickelt. Auch ist es hier möglich, innerhalb kurzer Zeit herauszufinden, woher der Schlaganfall rührt, da alle nötigen Diagnose-Apparate zur Hand sind.

Eine Stroke-Unit ist auch vorteilhaft, weil sie mit Lyse-Therapie arbeitet. Allerdings lässt sich das Blutgerinnsel nur innerhalb der ersten drei bis maximal sechs Stunden auflösen. Dies zeigt noch einmal, wie wichtig es ist, dass der Patient schnell in die Klinik kommt. Angehörige sollten daher auch den Arzt rufen, wenn sie sich nicht sicher sind, ob es sich um einen Schlaganfall handelt.

Der Patient darf unter keinem Umständen zu Hause bleiben

Manchmal wiegelt auch der Patient ab. Doch davon darf sich die Familie nicht beeindrucken lassen, da Männer und Frauen mit Schlaganfall ihre Symptome nicht richtig wahr nehmen.

Sobald der Notarzt informiert ist, heißt es für die Angehörigen:


  • Mit dem Kranken sprechen, ihn nicht allein lassen

  • Fenster öffnen und beengte Kleidungsstücke lockern

  • den Patienten in Seitenlage bringen, wenn er bewusstlos ist

  • Zahnprothesen entfernen

  • Puls- und Herzschlag kontrollieren - immer am Handgelenk, niemals am Hals

  • Atemwege freihalten, das heißt: eventuelle Essensreste aus dem Mund entfernen und das Kinn leicht anheben

Damit Angehörige richtig reagieren können, müssen sie aber die Syptome eines Schlaganfalls kennen. Zu diesen zählen:

  • plötzliche ausgeprägte Lähmung einer Körperseite, meist kann der Patient Arm und Bein nicht mehr bewegen

  • herabhängender Mundwinkel

  • taubes Gefühl in der betroffenen Körperseite

  • schleppendes, undeutliches Sprechen

  • Sehstörungen

Bei manchen Patienten kommt es auch zu einem plötzlichen heftigen Schwindelgefühl, sie sind unfähig, zu sitzen oder zu stehen. Dieses Symptom ist häufig verbunden mit Gefühlsstörungen im Gesicht und Doppeltsehen. Es gibt auch diskrete Schlaganfälle mit wenigen oder schwach ausgeprägten Symptomen. Darum tun Angehörige gut daran, schon beim geringsten Verdacht den Notarzt zu rufen.


Autor: BSMO Redaktion
Stand: 09-05-2008




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