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Untersuchung

Schlaganfall: Von CT bis Sonographie

Es gibt gewisse Symptome, die darauf hindeuten, dass ein Patient einen Schlaganfall erlitten hat: Ist der Patient blass oder hochrot im Gesicht? Schwitzt er stark? Ist er in seiner Bewegung und Sprache eingeschränkt? Wie wach ist er? Kann er das Datum benennen und Angaben zu seiner Person machen? Doch der erste Eindruck schafft noch keine Behandlungsbasis.

Um wirkungsvoll zu therapieren, muss der Arzt wissen, in welcher Gehirnregion genau der Schlaganfall stattgefunden hat. Dies kann er am besten mit Hilfe von technischen Geräten wie der Computertomographie (CT).

Computertomographie zeigt die Größe des Schlaganfalls

Das CT ist ein computergestütztes Röntgenverfahren und stellt die untersuchte Körperregion in einzelnen Schichten dar. Im Gegensatz zur normalen Röntgentechnik zeigen sich hier auch Weichteilstrukturen wie Gehirn und Leber gut. Das CT des Kopfes kann unter anderem Tumore und Schwellungen des Gehirns nach einem Schlaganfall nachweisen. Insbesondere die Frage, ob es eine Gehirnblutung stattgefunden hat, kann das CT meist klären. Auch die Größe des vom Schlaganfall betroffenen Gehirnbezirkes lässt sich bestimmen.

Das Perfusions-CT (Durchblutungs-CT) erlaubt es zudem, die verstopften Hirnarterien genau zu orten. Dem Patienten wird dazu ein Kontrastmittel in die Armvene gespritzt, das innerhalb von zehn bis 15 Sekunden in die Gehirnarterien gelangt. Das Gerät verfolgt dabei den Fluss des Kontrastmittels im Gehirn genau und macht Aufnahmen. Am Ende erscheint auf dem Monitor ein farbiges Bild der Hirnregion. Je nach Durchblutung sind die Farben unterschiedlich, eine Störung ist deutlich zu erkennen.


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Dem Patienten wird die CT-Untersuchung erklärt, bevor das Bild seines Schädels in der Röhre abgetastet wird.

Ist das CT allein nicht aussagekräftig genug, so kann auch noch eine Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) angeschlossen werden. Die MRT stellt besonders sehr kleine Schlaganfälle gut dar.

Doppler-Sonographie ist für den Patienten nicht belastend

Ein weiteres wichtiges Verfahren, mit dem sich vor allem ein Schlaganfall-Risiko beurteilen lässt, ist die Doppler-Sonographie der Hirngefäße. Dieses Ultraschall-Verfahren zeigt die Strömungsverhältnisse in den Gefäßen und weist auf diesem Wege indirekt Einengungen oder Verkalkungen der Gefäße nach. Die Methode hat den Vorteil, dass sie den Patient weder mit Röntgenstrahlen noch mit Kontrastmittel belastet.

Angiographie: Nicht alle Patienten vertragen das Kontrastmittel

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Noch besser als durch die Doppler-Sonographie lassen sich die einzelnen Arterien durch das Gefäßröntgen (Angiographie) beurteilen. Bei dieser Untersuchung spritzt der Arzt ein Kontrastmittel in den Kreislauf und macht anschließend ein Röntgenbild vom Kopf. Der Nachteil: Nicht jeder Patient verträgt das Kontrastmittel: Bei manchen ruft es Übelkeit, Erbrechen oder schlimmstenfalls einen lebensgefährlichen Schock aus. Zudem ist der Patient Strahlen ausgesetzt.

Die Untersuchung dauert gut eine Stunde. Zuvor bekommt der Patient meist ein Beruhigungsmittel. Nach der Angiographie muss er 24 Stunden Bettruhe einhalten. Die Einstichstelle in der Leiste versorgen die Krankenschwestern mit Druckverband und Sandsack.

Haben die Ärzte den Verdacht, dass ein aus dem Herzen eingeschwemmtes Blutgerinnsel den Schlaganfall verursacht hat, fertigen sie ein Ultraschall-Bild vom Herzen (Echokardiographie) an. Manchmal reicht es allerdings nicht aus, den Schallkopf auf dem Brustkorb aufzusetzen. Dann muss der Schallkopf in die Speiseröhre geschoben werden, um näher dem Herzen zu liegen. Für den Patienten bedeutet dies, dass er wie bei der Magenspiegelung einen Schlauch schlucken muss. Die Geräte sind heute aber so klein, dass dies meist keine Probleme bereitet.

Der Arzt wird auch nach Tabakkonsum fragen

Doppler-Sonographie, Computertomographie, Echokardiographie oder Angiographie finden jedoch nie für sich allein statt: Der Arzt untersucht ebenfalls die Sauerstoffsättigung des Blutes, den Blutzuckerspiegel, Blutdruck sowie die Körpertemperatur. Auch kontrolliert er die Muskelreflexe mit dem Reflexhämmerchen und testet Berührungsempfindlichkeit, Gleichgewicht und Geschicklichkeit.

Die Befragung des Kranken nach seiner Vorgeschichte (Anamnese) gehört ebenfalls zum Untersuchungsprogramm. Welche Krankheiten und Operationen der Patient hinter sich hat, wie gesund er lebt, ob er raucht oder Tabletten einnimmt - alles dieses wird den Arzt interessieren. Wenn der Patient nicht sprechen kann, bewusstlos oder zu erschöpft ist, können auch Ehepartner, Verwandte oder Freunde die Fragen beantworten. In einer Notsituation wird der Arzt aber zunächst auf die Anamnese verzichten.


Autor: BSMO Redaktion
Stand: 27-09-2002




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