Glossar H

  • Hämatokrit: Prozentualer Anteil der festen Blutbestandteile; normal sind 35 bis 45 Prozent

  • Hämatom: "Blauer Fleck"; Ansammlung von Blut außerhalb eines Gefäßes

  • Hämodynamik: Blutströmung

  • Hemianopsie: Symptom, das aufgrund der Schädigung des Gehirns bei einem Schlaganfall auftauchen kann. Der Patient sieht mit beiden Augen nur das, was auf einer Seite seines Blickfelds geschieht und muss den Kopf stark drehen, um die Dinge zu sehen, die sich auf der anderen Seite befinden

  • Hemianopsie: Ausfall einer Gesichtshälfte aufgrund einer Gehirnschädigung

  • Hemiplegie: Halbseitenlähmung vollständige (= Hemiparalyse) oder unvollständige (= Hemiparese) Lähmung einer Körperhälfte

  • Herzfrequenz: Häufigkeit des Herzschlages pro Zeiteinheit

  • Herzglykoside: Medikamente, die die Kontraktionskraft des Herzens erhöhen. Herzglykoside werden aus verschiedenen Arten der Pflanzengattung Digitalis gewonnen

  • Herzinfarkt: Zerstörung von Herzmuskelzellen aufgrund einer mangelnden Sauerstoffversorgung

  • Herzinsuffizienz: Herzmuskelschwäche. Ungenügende Pumpfunktion des Herzens

  • Herzkammerflimmern (Kammerflimmern): Unregelmäßige, schnelle Schlagfolge der Herzkammern mit völligem Ausfall der Pumpleistung des Herzens

  • Herzkatheteruntersuchung: Bei dieser Untersuchung wird ein weicher, dünner Schlauch durch die Gefäße zum Herz vorgeführt. Durch ihn kann der Blutdruck in den Kammern und Adern oder der Sauerstoffgehalt des Blutes an verschiedenen Stellen im Herzen gemessen werden. Durch den Schlauch (Katheter) kann auch Kontrastmittel in die Herzkammern gegeben werden, um ein Röntgenbild vom Herzen zu machen (Angiokardiographie)

  • Herzklappen (Valvae): Klappen zwischen Vorhof und Herzkammer sowie zwischen Kammern und angrenzenden großen Gefäßen. Das Blut kann durch die Klappen nur in eine Richtung fließen. Bei Druck in die andere Richtung schließen sich die Klappen

  • Herzkranzgefäße (Koronargefäße): Feine Gefäße, die den Herzmuskel selbst mit frischem Blut versorgen, dass er für jeden Herzschlag benötigt. Ein Verschluss dieser Gefäße führt zu einem Herzinfarkt

  • Herz-Lungen-Maschine: Ein in der offenen Herzchirurgie gebräuchliches Gerät, das vorübergehend die Herz- und Lungenfunktion übernehmen kann. Pumpen sorgen für einen konstanten Transport des Blutes im Kreislaufsystem. Ein Oxygenator fungiert als künstliche Lunge, wo das im Körper aufgenommene Kohlendioxyd abgegeben werden kann und mit Sauerstoff angereichert wird

  • HMV Herzminutenvolumen: Blutmenge, die während einer Minute vom Herzen gepumpt wird. Ein Maß für die Pumpleistung des Herzens

  • Herzschrittmacher: Gerät, das mittels regelmäßiger elektrischer Impulse den Herzmuskel zu Aktionen anregt. Er kann nach einer Operation vorübergehend notwendig sein, in diesem Fall liegt er außerhalb des Körpers. Bei längerfristiger Notwendigkeit wird ein sehr kleines Gerät eingepflanzt

  • Hinterwandinfarkt: Bezeichnung für einen Herzinfarkt, bei dem der Blutfluss zur Hinterwand des Herzens abgeschnitten ist

  • Hirnembolie: Die Verstopfung einer Arterie des Gehirns. Die Quelle für die Verstopfung sind aus dem linken Herzvorhof oder gehirnnahen Gefäßverstopfungen. Die Folgen sind Schlaganfall mit Lähmungen und Bewusstseinsstörungen.

  • Hirnstamm: Stammhirn. Teil des Gehirns, der zwischen Großhirn und Rückenmark liegt. Es unterteilt sich in Hypothalamus, Thalamus, Brücke und verlängertes Rückenmark. Er steuert unter anderem die Koordination von Bewegungen und viele Stoffwechselfunktionen. Schlaganfälle im Hirnstamm können zu schwersten Beeinträchtigungen führen

  • His-Bündel: Teil des Erregungsleitungssystems des Herzens. Kurze gemeinsame Leitungsstrecke für den elektrischen Impuls, der die Kontraktion des Herzmuskels auslöst. Danach teilt sich das Bündel für die linke und die rechte Herzhälfte

  • Homocystein: Schwefelhaltige Aminosäure. Ein Zwischenprodukt des Eiweiß-Stoffwechsels. Erhöhte Homocysteinspiegel sind ein Risikofaktor für einen Herzinfarkt

  • Homograft: Von Menschen gespendete Gefäßprothesen

  • Hypophyse: Hirnanhangdrüse. Sie liegt am Boden des Zwischenhirns und ist ein wichtiges Steuersystem aller Hormondrüsen im Körper

  • Hypothalamus: Teil des Zwischenhirns. Steuert Hunger, Durst, Wärmeregulation und Sexualität. Außerdem kontrolliert er die Freisetzung von Hormonen über die Hypophyse

  • Hypothermie: Herabsetzung der Körpertemperatur, welche bei aufwendigen Operationen oder nach einem Schlaganfall zum Schutz des Gewebes vor Sauerstoffmangel künstlich erzeugt wird

  • Hypoxie: Der herabgesetzte Sauerstoffgehalt des arteriellen Blutes, oder auch der Sauerstoffmangel in Geweben und Organen. Ursachen können zum Beispiel verengte Gefäße sein

(ld/BSMO)


Autor: BSMO Redaktion
Stand: 18-05-2004




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