Glossar I-K
- Implantat: Eingepflanztes Fremdteil (z.B. Kunstklappe)
- indiziert: medizinisch sinnvoll, angezeigt
- Infarkt: Ein lokal begrenztes Zellsterben (Nekrose) in einem Organ aufgrund von Sauerstoffmangel, meist verursacht durch einen Gefäßverschluss
- Infusion: Das Einbringen von Flüssigkeiten in Körpervenen (selten auch in Arterien). Erfolgt meist tropfenweise über einen längeren Zeitraum
- Instabile Angina Pectoris: Beschwerden auch in Ruhe. Kann als akute Verschlechterung einer bestehenden stabilen Angina oder neu auftretend sein (sog. Status anginosus, drohender Infarkt). Kardiologischer Notfall! Bedarf sofortiger Behandlung im Krankenhaus.
- Insuffizienz: Unzureichende Leistung oder Funktion eines Organs oder Gewebes
- Interkranial: Innerhalb der Schädelhöhle (Kranium)
- Intervention: Eingreifen. Jegliche therapeutische Maßnahme
- intrakardial: Innerhalb des Herzens
- Intrazerebral: Im Gehirn gelegen, im Gehirn stattfindend, bzw. in das Gehirn
- Ischämie: Eine ungenügende Durchblutung und daraus entstehender Sauerstoffmangel in einem Gewebe oder Organ
- -itis: Wortendung zur Bezeichnung einer Entzündung eines bestimmten Organs, z.B. Endokarditis = Entzündung des Endokard
- Kapillaren: Feinste Blutgefäße, durch deren Wände Sauerstoff, Nährstoffe und Abfallprodukte gefiltert werden und so in das Gewebe hinein oder aus dem Gewebe heraus transportiert werden
- Kardiogener Schock: Plötzliches Kreislaufversagen durch eine Verminderung der Herzleistung bei einem Herzinfarkt
- Kardiomyopathie: Krankheit des Herzmuskels mit einer Beeinträchtigung der Herzfunktion
- Kardioversion: Stoppen einer schnellen Herzfrequenz durch einen elektrischen Impuls, der zur gleichen Zeit wie der Herzschlag abgegeben wird. Eine geringe bis mittlere Energie wird eingesetzt, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen
- Karotisstenose: Verengung der Halsschlagader (Arteria carotis)
- Katecholamine: Körpereigene Stoffe, die die Herzfrequenz erhöhen und die Schlagkraft des Herzens günstig beeinflussen. Sie werden auch als Medikamente eingesetzt
- Katheterintervention: Eine Behandlung, bei der ein Katheter benutzt wird.
- Kernspintomographie: Modernes, aufwendiges bildgebendes Verfahren, mit dem detaillierte Bilder vom Körper oder von einzelnen Organen gewonnen werden können. Das Verfahren kommt ohne schädliche Röntgenstrahlung aus. Die Patienten müssen bei der Untersuchung in einem tunnelförmigen Untersuchungsgerät längere Zeit ruhig liegen
- Kleinhirn: In der hinteren Schädelgrube liegender Teil des zentralen Nervensystems. Es steuert unter anderem Bewegungsabläufe und Gleichgewicht
- Kleinhirnsyndrom: Durch Schädigung des Kleinhirns auftretende Symptome wie Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen
- Kollaps: Zusammenbruch oder Zusammenfallen. Allgemein oder eines Organs / Organteils. Kann mit Bewusstlosigkeit einher gehen. Beruht der Kollaps auf einer Herzrhythmusstörung oder einem Herzfehler, spricht man von einer Synkope
- Kollateralen: Kleine Blutgefäße, die bei einem Verschluss eines Hauptgefäßes die Blutversorgung der Organe auf Umwegen übernehmen und dann größer werden. So entsteht schließlich ein Kollateralkreislauf
- Kompensation: Gefäßdehnung als Ausgleichmechanismus wenn Ablagerungen das Gefäß verengen
- Koronarangiographie: Darstellung der Herzgefäße mit Röntgenkontrastmittel während einer Herzkatheteruntersuchung
- Koronararterien: Herzkranzgefäße. Es gibt 2 große Herzkranzgefäße: Die rechte Herzkranzarterie versorgt vor allem die rechte Herzhälfte, die linke Herzkranzarterie vor allem die linke Herzhälfte mit sauerstoffreichem Blut
- Koronararterienverschluss: Verschluss der Arterien, die in die Herzgefäße münden und so den Herzmuskel mit Blut versorgen. Ein Herzinfarkt ist die Folge
- Koronare Herzerkrankung(KHK): Eine ständige Unterversorgung des Herzmuskels mit Blut. Ursache ist eine fortschreitende Arteriosklerose der Herzkranzgefäße
- Koronarien: Bei Ärzten oft gebrauchte Abkürzung für Koronararterien - Herzkranzarterien
- Koronarinsuffizienz: Unzureichender Blutfluss durch die Herzkranzarterien
- Koronarintervention: Jegliche Behandlung am Herzen
- Körperschema: Orientierung am eigenen Körper, Einordnung der einzelnen Körperteile. Nach einem Schlaganfall ist das Körperschema oft gestört
(ld/BSMO)
Autor:
BSMO Redaktion
Stand:
18-05-2004



