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Diabetes fördert Gefäßerkrankungen

Entscheidend ist der Langzeitblutzuckerwert

Wer unter Diabetes leidet, hat auch ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen mit den möglichen Folgen Gefäßverschluss, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Deshalb müssen zuckerkranke Menschen besonders auf ihre Gefäßgesundheit achten. Die Kampagne "Gesünder unter 7" von Sanofi-Aventis, die auf die Wichtigkeit der Kontrolle des Langzeitblutzuckerwertes hinweist, unterstützt sie dabei.

Die Zahlen beweisen es: Diabetiker sind so genannte kardiovaskuläre Hochrisikopatienten. Bei ihnen treten Herz-Kreislauferkrankungen nicht nur häufiger auf, sondern verlaufen auch wesentlich dramatischer. Der Grund: Die diabetische Stoffwechselstörung begünstigt Atherothrombose, eine Krankheit, bei der eine erhöhte Neigung zur Verklumpung der Blutblättchen (Thrombozyten) besteht, in deren Resultat die Gefäße teilweise oder vollständig verstopfen können. Die Gefäßverengungen und -verschlüsse können an unterschiedlichen Bereichen im Körper – am Herzen, der Hirnstrombahn und den Beinarterien - teils auch zusammen auftreten (Kreuzrisiko!).

Zahl der Gefäßerkrankungen bei Diabetikern alarmierend hoch

So erleiden Diabetiker wesentlich öfter einen Herzinfarkt als Nicht-Diabetiker, etwa 70% versterben daran. Verschlüsse der Beinarterien sind bei Diabetikern bis zu sechsmal häufiger und treten früher auf als in der Normalbevölkerung. Ein typisches Krankheitsbild ist das so genannte Diabetische Fußsyndrom, das nicht selten in der Amputation eines Fußes oder Unterschenkels mündet. Treten die Gefäßverschlüsse im Bereich der Hirnstrombahn auf, führt dies zum Schlaganfall. Die Schlaganfallhäufigkeit ist besonders bei älteren Diabetikern im Vergleich zu Nicht-Diabetikern stark erhöht, etwa um das Drei- bis Fünffache.

Schleichende, oft unerkannte Gefahr

Das Problem bei Diabetes: Bis die Zuckerkrankheit tatsächlich entdeckt wird, vergehen häufig viele Jahre, in denen der Blutzucker auch schon zu hoch ist, sodass zum Zeitpunkt der Diagnose bereits die ersten feinen Gefäße und Nerven geschädigt sind. Die bereits eingetretene diabetische Nervenschädigung bewirkt wiederum ein vermindertes Schmerzempfinden (Diabetische Neuropathie) – die üblichen ersten Warnzeichen der voranschreitenden Gefäßerkrankung wie auch eine rechtzeitige medikamentöse Therapie bleiben deshalb meist aus. So verwundert es nicht, dass Diabetiker besonders häufig von Ereignissen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Diabetischem Fußsyndrom betroffen sind.

Die Kontrolle des Langzeitblutzuckerwertes ist wichtig

Solche, teils lebensbedrohlichen Situationen lassen sich vermeiden. Vor allem ein Wert kann lange vor deren Eintritt Auskunft darüber geben, wie hoch das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis ist - der Langzeitblutzuckerwert HbA1c. Dieser, von zwischenzeitlichen Blutzuckerschwankungen unabhängige Wert lässt auf den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten acht bis zehn Wochen schließen. Studienergebnissen zufolge erhöht sich bei einem HbA1c -Wert über 7% das Risiko diabetischer Folgeerkrankungen erheblich, was bei diesen Patienten eine Therapieanpassung bzw. bessere Einstellung des Diabetes dringend erforderlich macht.

Bundesweite Kampagne "Gesünder unter 7"

Wie Umfragen ergaben, wissen mehr als die Hälfte der Diabetiker nicht, dass der Langzeitblutzuckerwert die entscheidende Kenngröße für die Vermeidung diabetischer Folgeerkrankungen ist. Darüber hinaus zeigten Studien, dass mehr als die Hälfte aller Diabetiker schlecht eingestellt ist. Aufklärung ist also dringend nötig. Deshalb hat Sanofi-Aventis die Kampagne "Wissen, was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" ins Leben gerufen.

"Gesünder unter 7" tourt – in diesem Jahr bereits zum vierten Mal – durch verschiedene Städte in ganz Deutschland und klärt die Bevölkerung über die Bedeutung des HbA1c und anderer diabetischer Kenngrößen auf. Dabei wird auch vorgeführt, wie man die Werte richtig misst und wie man zu hohe Blutzuckerwerte, z.B. durch gesunde Ernährung und Bewegung, senken kann.


Quelle: Nach Informationen von www.gesünder-unter-7.de und Sanofi-Aventis
Autor: BSMO
Stand: 28-03-2008




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