Sport beugt Diabetes vor
Mit wenig Aufwand das Risiko mindern
Die Deutschen sind Bewegungsmuffel. Laut dem Gesundheitsbericht des Robert-Koch-Instituts bewegen sich nur 41,7 Prozent der Männer und 33,2 Prozent der Frauen mindestens zwei Stunden in der Woche. Jeder zweite Erwachsene in Deutschland treibt keinerlei Sport!
Dies ist besorgniserregend, besonders vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Bevölkerung, in der chronische Leiden wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stark zunehmen. Ärzte empfehlen zur Vorbeugung und Behandlung dieser Volkskrankheiten wenigstens dreimal pro Woche eine halbe Stunde Sport. Gerade für Diabetiker ist regelmäßige Bewegung ein wesentlicher Bestandteil der Therapie zur Verbesserung der Blutzuckereinstellung. Deshalb ist "Sport mit Diabetes" das zentrale Thema bei der Aufklärungs-Aktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7".
Mit wenig Aufwand zu mehr körperlicher Aktivität
Keine Zeit für Sport? Keine Lust auf Sport? Schlechte Ausreden dafür, nichts zu tun, so Sportwissenschaftler Dr. Michael Sarbandi. Er zeigt bei "Gesünder unter 7", wie mit wenig Aufwand und innovativen Fitnessgeräten nicht nur Diabetiker in Bewegung bleiben. "Sport und Bewegung steigern das körperliche und geistige Wohlbefinden und wirken sich positiv auf den Stoffwechsel aus. Wichtig dabei ist, dass Bewegung Spaß macht, " betont Sportexperte Sarbandi.
Diabetiker müssen ihren Langzeitblutzuckerwert kennen
Neben Diät und der Behandlung mit Tabletten oder Insulin hat körperliche Aktivität auch einen günstigen Einfluss auf den Langzeitblutzuckerwert HbA1c. Er gibt den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten drei Monate an und ist neben der täglichen Blutzuckermessung die entscheidende Kenngröße für eine gute Blutzuckereinstellung. "Das Langzeitblutzuckergedächtnis registriert den gesamten Blutzuckerverlauf beeinflusst durch Ernährung, Bewegung und medikamentöse Therapie der letzten Wochen. Eine schlechte Therapieeinstellung ist so meist schneller zu entdecken", erklärt die Diabetologin Dr. Petra Ott. "Der HbA1c-Wert sollte bei einem gut eingestellten Diabetiker unter sieben Prozent liegen, um das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen zu verringern", ergänzt Privatdozent Dr. Reinhardt Sternitzky. Jeder Diabetiker sollte seinen Langzeitblutzuckerwert kennen und die Bedeutung verstehen. "Wird der HbA1c-Wert einmal pro Quartal kontrolliert, kann der Arzt rechtzeitig die Therapie anpassen, zum Beispiel mit Insulin ergänzen. Heute stehen uns moderne Insuline, z.B. Insulinanaloga, zur Verfügung. Wir können dadurch die Therapie weitgehend an das Leben des Patienten anpassen und auch das Risiko für Unterzuckerungen senken", erläutert Ott.
Über 7
Die 2005 von sanofi-aventis und Partnern initiierte bundesweite Diabetes-Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" ist auch in diesem Jahr in Deutschland unterwegs. Inzwischen haben mehr als 160.000 Interessierte die Aktionsstände besucht. Auch im Jahr 2008 wird die Diabetes - Aufklärungsaktion "Gesünder unter 7" in 6 Städten in Deutschland fortgesetzt. Sie findet dieses Jahr in Hamburg, Wolfsburg, Essen, München, Dresden und Berlin statt. Besucher können vor Ort ihr persönliches Diabetes-Risiko testen - dazu gehören Messungen von Blutzucker, Blutdruck und Taillenumfang. Besonders wichtig: Für Diabetiker und Menschen mit einem hohen Diabetes-Risiko wird eine Langzeitblutzuckerwert-Messung angeboten. Ärzte und Diabetesberaterinnen beantworten alle Fragen zum Thema und analysieren die Messergebnisse.
Partner von "Gesünder unter 7"
Zahlreiche Fachgesellschaften, Patientenorganisationen und Medien unterstützen "Gesünder unter 7": Apotheken-Depesche, Ärzte Zeitung, Arbeitsgemeinschaft niedergelassener diabetologisch tätiger Ärzte e.V. (AND), Bundesverband niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND), diabetes-world.net, Diabetes-Journal, Deutscher Diabetiker Bund (DDB), GEHE mit "gesund leben", Omron, Stiftung "Der herzkranke Diabetiker", Internationale Gesellschaft für Prävention e.V. (IGP), Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe e.V. (VDBD), Progen.


